QR-Code-Poster richtig aufhängen: 7 Tipps für mehr Vorbestellungen
• 4 min leestijd
Dein Shop ist eingerichtet, die Produkte sind gepflegt, das QR-Code-Poster ist gedruckt – und trotzdem bestellen nur wenige Gäste. Das liegt fast nie am Angebot. Es liegt daran, wo und wann der Code sichtbar ist.
Ein QR-Code funktioniert nur in einem sehr schmalen Moment: Der Gast muss ihn sehen, während er ein Smartphone in der Hand hat und gerade nicht beschäftigt ist. Diese sieben Tipps zielen genau auf diesen Moment.
1. Häng den Code dorthin, wo Gäste warten
Menschen scannen, wenn sie Leerlauf haben. Auf einem Campingplatz sind das:
- der Spülraum – man steht dort mehrere Minuten
- die Sanitäranlage, innen an der Tür
- die Schranke oder der Kassenautomat
- der Müll- und Wertstoffplatz
- der Spielplatz, aus Sicht der Bank
Der schlechteste Ort ist ausgerechnet der beliebteste: die Rezeption. Dort sind Gäste im Gespräch, tragen Gepäck oder stehen in einer Schlange – niemand zückt da das Handy.
2. Nutze die Anreise
Der stärkste Zeitpunkt für die erste Bestellung ist der Anreisetag. Der Gast richtet sich ein, hat sein Telefon ohnehin in der Hand und plant bereits den nächsten Morgen.
Drei Wege, den Code dorthin zu bekommen:
- als verkleinerten Aufdruck auf der Buchungsbestätigung
- in der Begrüßungsmappe in der Ferienwohnung
- auf einer Karte, die beim Check-in ausgehändigt wird
Wer den Code schon vor der Anreise hat, bestellt oft bereits auf der Hinfahrt.
3. Schreib dazu, was passiert – nicht was es ist
„QR-Code scannen" sagt niemandem, was er davon hat. Formuliere das Ergebnis:
Frische Brötchen zum Frühstück. Abends bis 19 Uhr bestellen, morgens ab 7:30 Uhr bei der Rezeption abholen.
Drei Informationen entscheiden über die Bestellung: was, bis wann, wo abzuholen. Fehlt eine davon, entsteht Unsicherheit, und Unsicherheit kostet dich die Bestellung.
4. Nenne den Bestellschluss groß und deutlich
Der häufigste Grund für eine nicht aufgegebene Bestellung ist ein verpasster Bestellschluss. Setz die Uhrzeit so groß auf das Poster wie den Code selbst. Wenn Gäste morgens hören „bis gestern 19 Uhr hätten Sie bestellen können", bestellen sie beim nächsten Mal seltener, nicht öfter.
5. Denk an den Link unter dem Code
Nicht jede Kamera erkennt QR-Codes zuverlässig, und manche Gäste tippen lieber. Unter jedem Code sollte die Adresse deiner Bestellseite in lesbarer Größe stehen. Das kostet dich nichts und rettet dir die Bestellungen aller Gäste, bei denen der Scan nicht klappt.
6. Achte auf Größe, Höhe und Licht
- Größe: A4 reicht für Abstände bis etwa zwei Meter. Für die Wand gegenüber der Bank im Freien nimm A3.
- Höhe: auf Augenhöhe, also rund 1,50 m. Poster über Türrahmen werden nicht gescannt.
- Licht: Direkte Sonne und Glanzfolie ergeben Reflexionen, an denen jeder Scan scheitert. Matt laminieren, nicht glänzend.
- Wetter: Draußen gehört das Poster hinter Folie oder in einen Aushangkasten. Ein durchgeweichtes Poster wirkt wie ein eingestellter Service.
7. Erneuere das Poster zum Saisonstart
Ausgeblichene, eingerissene oder vollgekritzelte Poster senken die Bestellquote messbar – sie signalisieren „gibt's vielleicht nicht mehr". Der Ausdruck kostet ein paar Cent. Nimm ihn in deine Saisonvorbereitung auf, zusammen mit dem Prüfen der Öffnungstage und der Preise.
Kurzer Check vor dem Saisonstart
- [ ] Poster hängt an mindestens drei Orten mit Wartezeit
- [ ] Code liegt der Buchungsbestätigung bei
- [ ] Bestellschluss steht groß auf dem Poster
- [ ] Link ist zusätzlich lesbar abgedruckt
- [ ] Abholort und Abholzeit sind genannt
- [ ] Poster ist matt, wetterfest und auf Augenhöhe
- [ ] Testbestellung mit dem eigenen Handy gemacht
Der letzte Punkt ist der wichtigste: Scanne deinen eigenen Code einmal pro Saison selbst und geh den Bestellvorgang komplett durch. Du findest dabei zuverlässig die Kleinigkeit, über die deine Gäste stolpern.
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