Produkte im Shop sortieren: die wichtigsten Artikel nach oben
Von Robin Verton · · 3 Min. Lesezeit
Die Reihenfolge deiner Produkte entscheidet mehr, als man denkt – ob du einen Brötchenservice auf dem Campingplatz oder in der Ferienwohnung anbietest. Was oben steht, wird gesehen und bestellt; was unter fünf weiteren Artikeln liegt, oft nicht. Gerade auf dem Smartphone, wo dein Gast scrollen muss, ist die oberste Position deine wertvollste.
Du musst die Reihenfolge nicht dem Zufall überlassen. Jedes Produkt hat ein Feld dafür.
Wo du die Reihenfolge einstellst
Öffne Produkte, wähle einen Artikel und suche das Feld:
Anordnung (je größer, desto höher wird der Artikel im Shop platziert)
Das ist eine ganze Zahl. Die Regel ist genau so, wie es dort steht: je höher die Zahl, desto weiter oben steht der Artikel auf deiner Bestellseite. Ein Produkt mit 50 steht über einem mit 10.
Neue Produkte bekommen standardmäßig die 1. Wenn du also einen Artikel anlegst und nichts änderst, landet er unten – zusammen mit allen anderen, die noch auf 1 stehen.
Zwei Dinge, die dabei mitlaufen
Dein Admin-Bereich zeigt dieselbe Reihenfolge. Die Produktliste in deinem Bereich ist genauso sortiert wie die Bestellseite. Du siehst also direkt, was dein Gast sieht, ohne den Shop extra aufrufen zu müssen.
Nur aktive Produkte erscheinen im Shop. Ein deaktivierter Artikel ist für deine Gäste unsichtbar, unabhängig von seiner Anordnung. Die Zahl bleibt aber gespeichert – schaltest du den Artikel im nächsten Frühjahr wieder aktiv, sitzt er wieder an seinem alten Platz.
Nummeriere in Zehnerschritten
Der häufigste Fehler ist, die Artikel mit 1, 2, 3, 4, 5 zu durchnummerieren. Das funktioniert genau so lange, bis du einen Artikel dazwischen schieben willst – dann musst du alle darunter neu vergeben.
Lass stattdessen Lücken:
| Anordnung | Produkt |
|---|---|
| 100 | Brötchen gemischt |
| 90 | Körnerbrötchen |
| 80 | Laugenbrezel |
| 70 | Croissant |
| 60 | Bauernbrot |
| 50 | Zeitung |
Kommt später ein Vollkornbrötchen dazu, das zwischen Körner und Brezel gehört, gibst du ihm 85. Kein anderer Artikel muss angefasst werden.
Was nach oben gehört
Ein paar Faustregeln aus der Praxis:
- Der Bestseller ganz oben. Meist das gemischte Brötchen oder die Standardsemmel. Der Artikel, den 80 % ohnehin bestellen, soll ohne Scrollen erreichbar sein.
- Erklärungsbedürftiges in die Mitte. Neue oder ungewöhnliche Artikel profitieren davon, wenn sie zwischen bekannten stehen – dort werden sie mitgelesen.
- Zubehör und Randartikel nach unten. Zeitung, Eier, Milch: wer die will, sucht danach. Sie brauchen keine Spitzenposition.
- Saisonales temporär hochziehen. Stollen im Dezember, Osterzopf im Frühjahr: einmal die Zahl hochsetzen, nach der Saison wieder senken. Das ist schneller als jede andere Änderung am Shop.
Gleiche Zahlen vermeiden
Wenn zwei Artikel dieselbe Anordnung haben, ist ihre Reihenfolge untereinander nicht garantiert – sie kann sich ändern, ohne dass du etwas getan hast. Das ist selten ein Drama, wirkt aber unsauber, wenn deine beiden Brotsorten mal so und mal anders herum stehen.
Gib deshalb jedem Artikel eine eigene Zahl. Mit Zehnerschritten hast du dafür reichlich Spielraum.
Ein kurzer Durchgang zum Saisonstart
Nimm dir einmal im Jahr fünf Minuten:
- [ ] Produktliste öffnen und die Reihenfolge von oben nach unten durchlesen
- [ ] Steht der aktuelle Bestseller an erster Stelle? (Die Bestellhistorie verrät es)
- [ ] Sind Artikel aus der letzten Saison noch aktiv, die es dieses Jahr nicht gibt?
- [ ] Haben zwei Artikel dieselbe Zahl?
- [ ] Shop einmal auf dem eigenen Smartphone öffnen und scrollen
Der letzte Punkt ist der wichtigste. Am Monitor sieht eine Liste aus zwölf Artikeln überschaubar aus; auf dem Handy sind das drei Bildschirmhöhen. Was du dort nicht sofort siehst, sehen deine Gäste auch nicht.
Jetzt kostenlos einen Monat testen und deinen Shop einrichten.
Passende Artikel
Brötchenservice in der Ferienwohnung & Umsatzsteuer: Das musst du wissen
7 % oder 19 %? Kleinunternehmer oder nicht? Was Vermieter steuerlich beachten müssen, wenn sie Gästen einen Brötchenservice anbieten – verständlich erklärt.
Bäckerei als Partner: so läuft die tägliche Bestellübermittlung reibungslos
Wie du deine Bäckerei in die digitale Vorbestellung einbindest: Bestellschluss abstimmen, Zusammenfassung automatisch zustellen, Abrechnung klären.